Auch im Jubiläumsjahr der Gemeinde Offenau sammelt die Kolpingsfamilie in gewohnter und eingespielter Manier wieder im März, Juni, September und Dezember das Altpapier aller Offenauer Haushalte und Betriebe und setzt den Erlös für unterschiedliche soziale Projekte (Jugendorchester, Spielplatz, Jugendarbeit im Allgemeinen und Hilfsprojekte innerhalb des Kolpingwerk etc.) ein.
Die meisten Helfer sind bereits seit vielen Jahren, manche seit Jahrzehnten an den Sammlungen engagiert und in generationsübergreifender Zusammenarbeit leisten die Kolpingsfamilie und das Kolping-Blasorchester hier einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in unserer Heimatgemeinde.
Dank der großzügigen Unterstützung der Offenauer Landwirte und Inhaber von Landmaschinen können die Sammlungen jedes Mal mit zwei Fuhrwerken bewerkstelligt und durchschnittlich rund 10-15 Tonnen Altpapier eingesammelt werden.
So auch in der ersten Sammlung 2017, welche am 11. März stattfand. Für diese Sammlung hatten sich die Verantwortlichen aber ein besonderes Projekt überlegt. Auch die Kolpingsfamilie beschäftigt sich mit der aktuellen Flüchtlingsthematik und versucht einen Beitrag zur Integration der neuen Mitbürger zu leisten. Um ins Gespräch zu kommen und um sich gegenseitig kennenzulernen ist die gemeinsame Arbeit ein guter erster Schritt. So waren das erste Mal drei Neubürger aus dem Offenauer Flüchtlingsheim zusammen mit dem eingespielten Team der Kolpingsfamilie unterwegs.

Mohammad Taha (Syrien), Adela Merere und Okbay Abrahale (beide aus Eritrea) waren gerne als Helfer dabei und hatten viel Spaß bei der Sammlung. Auch wollten Sie mit ihrer Hilfe etwas für die Unterstützung zurückgeben, welche ihnen in Deutschland zu Teil wird.
Mohammad ist seit rund 1 1/2 Jahren in Deutschland und hat vor ein paar Tagen die Sprachprüfung Stufe B1 absolviert. Okbay und Adela sind erst seit ca. 8 Monaten in Deutschland, ihr Deutschunterricht hat erst Anfang dieses Jahres begonnen. Die Verständigung mit den Kolpingsmitgliedern war problemlos, man tauschte sich über Verschiedenes aus und war gemeinsam sehr erfolgreich bei der Sammlung unterwegs.

Adolph Kolping, Gründer des Kolpingwerk hat einmal Folgendes gesagt: „Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird’s bald in der Welt auch besser aussehen.“ Nach diesem Motto wollen wir den ersten Schritt in der Flüchtlingsarbeit der Kolpingsfamilie weiter verfolgen und vor allem eines erreichen: Integration, gegenseitiges Verständnis und Zusammenhalt unserer Gesellschaft.